Ein männlicher Christ

In diesem Vortrag über den berühmten englischen Pfarrer J.C. Ryle arbeitet John Piper acht Lehren darüber heraus, was es heißt, ein wahrhaft männlicher Christ zu sein und einen männlichen Dienst für Jesus zu tun. Ich möchte zwei davon aufgreifen:

Ein männlicher Christ übernimmt Verantwortung

Wacht, steht fest im Glauben, seid mannhaft, seid stark! 1. Korinther 16:13

Männlichkeit zeichnet sich darin aus, daß man Initiative ergreift und bereit ist, Führung und Verantwortung zu übernehmen. Falsche Männlichkeit ist geprägt davon, keine Initiative zu zeigen sowie Führung und Verantwortung abzugeben.

Ein männlicher Christ liebt und verkündet biblische Wahrheit über Jesus Christus

Wahrheit und Toleranz im Christentum (SMD-Vortrag)

  • Das Christentum gehört zu den Religionen, die von sich beanspruchen wahr zu sein.
    • 6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich! (Johannes 14:6)
  • Dadurch eckt es in einer pluralistischen Gesellschaft natürlich an.
    • Eine pluralistische Gesellschaft sagt: Es ist ok, wenn du deine religiöse Überzeugung hast, solange du sie privat läßt.
    • Damit muß man sich als religiöser Mensch im öffentlichen Leben oft einem atheistischen Weltbild unterwerfen, welches zunehmend aggressiver wird.

Kein Platz für Wahrheit

Theologie, die Lehre von Gott, ist ein Fremdwort in unseren Gemeinden geworden, teilweise sogar ein Haßwort. Wir wollen Gemeinde bauen, Gemeinschaft leben, Menschen mit dem Evangelium erreichen. Da bleibt keine Zeit für die dröge Beschäftigung mit tieferen Wahrheiten. Nur was funktioniert, zählt. Viele Christen begnügen sich mit einem oberflächlichen Gottesbild und mit einer Einstiegskenntnis der Bibel, solange sie für ihr Leben Trost und Halt finden.

David Wells beschäftigt sich in seinem denkwürdigen Buch „No Place for Truth: or Whatever Happened to Evangelical Theology?“ mit den Gründen für die nebensächliche Rolle bzw. das Verschwinden der Theologie in den evangelikalen Gemeinden.

Die Ermordnung von Kaʿb ibn al-Aschraf

Kaʿb ibn al-Aschraf war ein Dichter jüdischer Abstammung, der sich gegen den Propheten Muhammad insbesondere nach der Schlacht von Badr stellte. Zu diesem Zweck verfaßte er in Mekka einige Gedichte, in denen er das Vorgehen Muhammads kritisierte. Muhammad, der sich von niemandem kritisieren lassen wollte, fragte seine Anhänger, wer bereit sei, Kaʿb ibn al-Aschraf umzubringen. Darauf meldete sich Muhammad ibn Maslama freiwillig, der mit einigen Gefährten eine List plante, durch die er zuerst Kaʿbs Vertrauen gewann, indem er sich als Feind Muhammads ausgab, um ihn schließlich mit einem Dolch zu ermorden. Die Geschichte der Ermordung kann man in der Prophetenbiographie von Ibn Ishaq und der Sammlung der Prophetensprüche von Buchari nachlesen.