Quod non est biblicum, non est theologicum.

Ein zentrales Anliegen der Reformatoren war die Rückkehr zum Wort Gottes, der Bibel. Das Motto „sola scriptura“ drückte aus, daß die Schrift allein die Grundlage für alle theologischen Schlüsse sein sollte. Dazu kam das Prinzip von der Klarheit der Schrift (Perspikuität), welches betonte, daß Gott uns eine Offenbarung gegeben hat, die wir auch verstehen können, und die nicht erst durch Experten gefiltert werden muß.

Ausgehend von diesen Grundüberlegungen kam man zu folgender Überzeugung: Was nicht biblisch ist, ist auch nicht theologisch (quod non est biblicum, non est theologicum). Man wehrte sich gegen theologische Spekulationen, die sich vom Wort Gottes loslösen und nicht mehr durch klare biblische Stellen belegt werden können.