Die Mahnungen der Hirten

Als Christian und Hoffnungsvoll während ihrer Pilgerreise bei den Hirten vorbeikamen, erhielten sie von ihnen drei Mahnungen:

  1. Sie sahen den Hügel des Irrtums. Sie sollten nie zu hoch steigen oder zu nahe an den Rand seines Steilhangs kommen, um nicht hinunterzufallen und umzukommen.
  2. Sie sahen den Berg der Warnung. Von dort beobachteten sie, wie ein kleiner Zauntritt vom Pilgerweg abführte, den viele beschritten, weil der Weg vor ihnen zu rauh erschien. Doch wurden sie durch diesen Abweg zur Burg des Zweifels geführt und dem Riesen Verzweiflung. Dieser steckte sie in das Gefängnis in seiner Burg, wo sie ihr Augenlicht verloren und zum ständigen Umherirren verdammt wurden.

Die Einwände des Iwan Karamasow gegen den Glauben

Teil des Romans „Die Brüder Karamasow“ von Fjodor Dostojewski ist die Erzählung „Der Großinquisitor“. Sie wird von einer der Figuren des Romans, Iwan Karamasow, erzählt, als er mit seinem Bruder Alexej über seinen Glauben spricht. Iwan stellt im Roman den Zweifler dar. Er hat sich (noch) nicht ganz vom Glauben an Gott verabschiedet, ihm fällt es aber schwer, aufgrund Dingen wie des Leids der Menschen und den Mißbräuchen der Kirche am Glauben festzuhalten.